16. Oktober 2017 - Varroabekämpfung in Salzburg

In Wien ist ein Volk gestorben. Die Ursachen sind uns nicht klar. Der Stock ist leer, keine Bienen mehr da. Auch die Waben sind so gut wie leer. Jedenfalls waren wir mit der Milbenbekämpfung schon sehr spät dran. Vielleicht hat das zum Tod beigetragen.

Da in Salzburg nach wie vor viele Milben abfallen und wir nicht den Verlust eines weiteren Volkes riskieren wollen haben wir nach Rücksprache mit dem Imkermeister vom Imkerhof Salzburg eine Oxalsäurebehandlung durchgeführt. Jetzt wird weiter beobachtet.

27. September, Varroabekämpfung in Salzburg

Eine Woche später wieder das Thymolprodukt gegeben, bei Stock 3,5,6 zum fünften Mal, da nach wie vor viele Milben abfallen. Bei Stock 1 zum zweiten Mal. Dort haben wir ja später angefangen, da das Volk spät aus Wien gekommen ist und wir noch füttern wollten.

Vielleicht liegt es an den niedrigen Temperaturen der letzten Wochen, dass die Behandlung nicht so gut funktioniert. Je kälter umso weniger verdunstet das Produkt und umso niedriger die Konzentration in der Luft. Vielleicht zu niedrig. Wenn sich nicht bald eine deutliche Reduktion des Milbenfalls einstellt müssen wir auf etwas Stärkeres, z.B. auf Ameisensäure umsteigen.

20. September, weiter gegen die Varroa kämpfen

Nach wie vor fallen viele tote Milben ab. Das ist vermutlich gut, andererseits müssen das vorher sehr viele gewesen sein und der Befall ist immer noch nicht getilgt.

Drei der Salzburger Völker haben heute die vierte Dosis Thymol bekommen, wir brauchen Nachschub.

17. August 2017: Varroabekämpfung

Ohne Behandlung wird heute fast kein Volk älter als 2 Jahre. Die Varroamilbe und ihre Folgen (Schwächung des Immunsystems der Bienen, Übertragung von Krankheiten, Stress...) Schwächt die Bienen so sehr, dass nur wenige Völker ohne Behandlung den Winter überleben würden. Falls doch, so starten sie derart geschwächt ins neue Jahr, dass fast ausnahmslos alle unbehandelten Völker den zweiten Winter nicht überleben können.

Im Spätsommer hat die Milbenanzahl im Volk oft einen hohen Wert erreicht. Sobald im Herbst die Bienenzahl stark zurück geht (die Milbenanzahl aber gleich bleibt), kann es zum Kollaps kommen.

Durch die relativ späte Ernte und das Einfüttern sind wir schon ziemlich spät dran mit der Bekämpfung, aber wir sind optimistisch.

Das Königinnen- und damit brutfreie Volk in Salzburg werden wir mit Oxalsäure behandeln, die anderen Völker mit einem Thymolprodukt, also ätherischen Ölen. In Wien versuchen wir es mit Ameisensäure. Danach wird verglichen. :-)

6. /11. August 2017: einfüttern

Jedes Volk in Salzburg hat in den letzten 3 Wochen ca. 12kg Futtersirup bekommen.

In Wien ist die Situation völlig anders. Trotz geschätzer Rekordernte von ca. 100 kg - über die tatsächliche Menge wird ja nach wie vor spekuliert, wir erwarten aber täglich Fakten aus Wien - ist nach wie vor genug Vorrat in den Bienenstöcken. Die Winterversorgung sollte auch ohne Zufüttern gesichert sein.

Inzwischen haben wir Etiketten für die Gläser, jetzt geht's ans Abfüllen und Verschenken!

4. August, Honig geschleudert

Wir haben gemeinsam in Salzburg die hier kürzlich entnommenen Waben geschleudert, immerhin ca. 35kg!

Ich schätze, dass wir in Salzburg in Summe ca. 60kg Honig erzielt haben. Da von dem Schwarm aus dem Mai kein Honig dabei war sind wir mit der Ernte von 5 Völkern in unserem ersten Jahr mehr als zufrieden und sehr stolz auf unsere Bienen!

2. August 2017: Hunger!

Das Bienenjahr geht langsam zu Ende. Durchsicht bei allen Völkern in Salzburg, noch einige Kilo Honig entnommen und anschließend alle Völker mit Futter versorgt. Jedes der 6 Völker hat ca. 4,5kg Zuckersirup bekommen. Im Moment blüht nicht viel, bei einigen Völkern waren die Vorräte ziemlich am Ende.

18. Juli 2017, RÄUBEREI!

Jeder Räuberei geht eine Eselei voraus, sagen erfahrene Imker. Kann schon sein, wir sind keine erfahrenen Imker. Jedenfalls herrscht heute Krieg bei unseren Bienenvölkern in Salzburg!

Was kann die Ursache sein?

  • Es blüht nicht mehr viel, das Futterangebot ist begrenzt.
  • Nicht alle Völker am Bienenstand sind gleich stark.
  • Ein (schwaches) Volk haben wir mit Futterteig gefüttert.

Idealerweise sind alle Völker an einem Bienenstand gleich stark, idealerweise füttert man alle gleichzeitig. Ja, es wäre schön, wenn alle Völker sehr stark wären, ist aber nicht so. Mit dem Einfüttern bei allen Völkern in großem Stil als Wintervorbereitung wollten wir noch ein paar Wochen warten, vielleicht war das ein Fehler.

Für kleine Zwischenfütterungen bei schwachen Völkern haben wir uns für Futterteig entschieden, hier ist die Gefahr der Räuberei nicht so groß. Scheinbar immer noch zu groß.

Was kann man tun?

  • Die Fluglöcher möglichst verkleinern, um den Verteidigern einen Vorteil zu bringen.
  • Das beräuberte Volk wegstellen.

Wir vermuten, dass die Räuberei bei einem Ableger, den wir gefüttert haben ausgegangen ist. Dieses Volk haben wir weggestellt.
Und natürlich alle Fluglöcher verkleinert. Hoffentlich hiflt das, hoffentlich überleben die Völker. Viel mehr kann man meines Wissens nicht tun. Doch, daraus lernen und es in Zukunft besser machen.

17. Juli 2017, Durchsicht und Ernte:

Bei einem Volk bestand Verdacht auf Drohnenbrütigkeit. Das entsteht, wenn die Königin abhanden gekommen ist und die Bienen nicht rechtzeitig eine nachzüchten konnten. Die Arbeiterinnen beginnen dann nicht befruchtete Eier zu legen. Aus diesen schlüpfen nur Drohnen. Ohne Eingriff ist das Volk zum Tode verurteilt.
Bei dieser Durchsicht haben wir aber Stifte (Eier) gefunden, am Boden der Zellen. Sieht so aus, als wäre doch eine Königin vorhanden. Wir werden noch abwarten.

Bei einigen Völkern konnten wir schöne Honigwaben entnehmen, das gibt noch einmal ein paar Kilo Honigernte.

09. Juli 2017 - Ernte!

Die beiden äußersten Völker in Salzburg haben brav ausgebaut und eingelagert. Am Wochenende haben wir die Waben entnommen, geschleudert und abgefüllt!

15. Juni 2017 - Durchsicht in Salzburg

Ein Volk hat seine Königin verloren. Keine Eier, keine jungen Larven zu sehen. Aber eine verdeckelte Weiselzelle, da wächst eine neue Königin heran und schlüpft in spätestens 8 Tagen. Das Volk ist also gerettet.

Weiselzelle

Insgesamt eine tolle Entwicklung, viele Honigwaben, die Völker fangen auch schon an die vollen Zellen zu verdeckeln. Eine flache Honigwabe konnten wir entnehmen:

HonigwabeFlachzarge

10. Juni 2017 - Honigernte auch in Salzburg

Bei der Durchsicht konnten wir eine volle, fast zur Gänze verdeckelte Honigwabe entnehmen! Bald wird auch in Salzburg geschleudert.

Die Schönheit der ca. 2kg schweren Wabe fasziniert uns und wir sind unglaublich stolz, noch bevor wir den ersten Honig gekostet haben!

Honigwabe

22. Mai 2017 - Erste Ernte!

mittlerweile sind alle Völker - bis auf den Schwarm von Anfang Mai - so stark gewachsen, dass wir eine weitere Brutzarge und teilweise auch Honigzargen aufsetzen konnten. In Wien wurde schon der erste Honig geerntet! Wir sind stolz und glücklich!

 

10. Mai 2017 - Durchsicht in Salzburg

Der Regen macht eine Pause, heute ist es schön. Alles was Flügel hat fliegt. Wir nützen die Gelegenheit, dass viele Bienen NICHT im Stock, sondern draußen unterwegs sind für eine Durchsicht.

Das Volk im Bienenstock ganz rechts (SBG_05) hat sich gut entwickelt. Alle Wabengassen sind randvoll mit Bienen besetzt. Wir finden viel Brut in allen Stadien und einiges an Futter, also Pollen und Honig. Das Volk platzt aus allen Nähten. Wir setzen einen zweiten Brutraum auf.

Die anderen Völker haben sich auch gut entwickelt, hier warten wir noch ab. Nur beim zweiten Volk von links müssen wir näher hinsehen: Keine Eier oder Larven zu sehen. Die Königin haben wir auch nicht gefunden.

Ist die Königin abhanden gekommen?

Wahrscheinlicher ist, dass der Schwarm, den wir letzte Woche eingefangen haben von diesem Volk stammt.
Die neue Königin hat inzwischen hoffentlich ihren Hochzeitsflug gemacht und fängt demnächst mit der Eilage an. Wir werden weiter beobachten und kommende Woche bei schönem Wetter wieder reinschauen. Vielleicht ist ja alles gut.

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Biene auf Taubnessel

08. Mai 2017 - Dauerregen ist kein Bienensegen

Das anhaltende Schlechtwetter ist nicht gut für die Bienen. Sie fliegen bei Regen nicht und können so keinen Pollen oder Nektar sammeln. Gerade jetzt wäre das für das Wachstum der Völker wichtig.

Wir haben uns daher entschieden die Völker zu füttern. Insgesamt haben wir den sechs Völkern fünf Kilo Zuckerteig gegeben.

Besonders der Schwarm von letzter Woche benötigt das dringend, da er ja auf keine Vorräte zurückgreifen kann.

Kalenderwoche 18, Anfang Mai 2017 - die Ereignisse überschlagen sich!

1. Mai - Bienenstand Salzburg wurde hergestellt und vorbereitet.

2. Mai - vier Bienenvölker kommen von Wien nach Salzburg. Beim Zwischenstopp in Linz geht ein Bienenstock auf, im Auto summt es gewaltig. :-)

3. Mai - Relativ kurzfristig können wir ein fünftes Bienenvolk in der Nähe von Salzburg auftreiben. Interessante Gespräche mit dem Verkäufer.

4. Mai - ein Volk schwärmt!  In einer abenteuerlichen Aktion gelingt es uns schließlich gemeinsam den Schwarm wieder einzufangen. Resultat: in 3 Tagen von null auf 5 Völker am BEE-O-TECH Standort Salzburg!

5. Mai - BEE-O-TECH hat ein eigenes Logo bekommen:

BEE-O-TECH

28. April 2017 - Status Salzburg / Wien

Eine Bronchitis hat den für letztes Wochenende geplanten Umzug von 4 Völkern von Wien nach Salzburg auf 2. Mai verschoben.

In Anbetracht des Wetters in der Mozartstadt ist das für die Bienen nicht von Nachteil! ;-)

SchneeSbg

In Wien herrscht unterdessen reger Flugbetrieb, sobald es das Wetter zulässt:

Ein Idealer Start in die Saison schaut jedenfalls anders aus. Wir sind gespannt wie die Völker mit den Wetterkapriolen fertig werden.

Biene auf Günsel

13. April 2017 - Die Bienen kommen!

Es ist soweit! Am Nachmittag sind wir in die Steiermark gefahren und haben dort nach etwas Plaudern und Fachsimpeln 9 (!) Bienenstöcke eingepackt und nach Wien gebracht.

Am Wochenende nach Ostern werden wir 4 Völker davon an unseren Firmenstandort in Salzburg bringen.

Jetzt geht es also wirklich los!

Auf  Facebook gibt's ein super Viedo zur Bienen-Abholaktion

6. April 2017 - Plan C, alternative Quellen und die Hoffnung 

Mit unserem Kontakt nach Bayern wird das wohl nichts mehr. :-(  Wer hätte gedacht, dass es so schwer ist Bienenvölker zu kaufen?!

Der Winter war hart, es gab viele Ausfälle. Dazu kommt eine große Zahl Jungimker. Bienenvölker sind im Moment sehr gefragt!

Aber wir geben nicht auf! Zurzeit sind wir in vielversprechendem Kontakt mit einem Imker in der Südsteiermark. Er hat uns vier Völker zugesagt, eventuell können wir auch sieben bekommen. Und wir suchen weiter!

Langsam wird es auch Zeit, die Kirsche ist verblüht, Apfel & Co gehen demnächst auf!

Obstblüte

04.April 2017 - Ist es jetzt endlich soweit?

Wir versuchen mit dem Verkäufer der Bienenvölker einen Termin für kommendes Wochenende zu fixieren. Falls das heute noch gelingt bleibt genug Zeit um die veterinärmedizinischen Dokumente zu besorgen.

Und dann kann's losgehen!! Die Beuten sind schon zusammengebaut und warten auf Bewohner.

Magazinbeuten

16. März 2017 - Durchbruch bei Bienenvölkern?

Wir haben noch einmal gesprochen und wahrscheinlich eine Lösung gefunden. Der Imker in Bayern hat wenig Zeit und will sich nicht um die Dokumente für den Import nach Österreich kümmern.

Es gibt zwei Lösungswege:

  1. wir kümmern uns um die Dokumente und er hat keine Arbeit damit
  2. unsere deutsche Firma kauft die Völker und er muss daher nicht exportieren. In einem zweiten Schritt kümmern wir uns - in aller Ruhe - um die Dokumente und kaufen dann intern von D nach Ö.

Welcher Weg der bessere, einfachere, schnellere ist werden wir die nächsten Tage abklären. Jedenfalls haben wir uns 6 Bienenvölker gesichert!

14. März 2017 - Material ist eingetroffen!

Eine ziemlich große Palette mit Imkereibedarf ist bei uns im Lager in Salzburg angekommen.

Fein säuberlich gestapelt: Magazine, Rähmchen, Mittelwände und diverses Zubehör. Die Beuten und das Material haben wir, jetzt brächten wir nur noch Bienen ... ;-)

Lieferung

10. März 2017 - Seedbombs zweite Runde

Auch wenn wir derzeit noch keine Bienenvölker in Aussicht haben, wir machen weiter:

"Seedbombs", also Kugeln aus Blumenerde, Lehm und Blumensamen, um öde Grünflächen in herrliche Bienenweiden zu verwandeln!

Seedbomb_Sbg

09. März 2017 - Keine Bienen!

Unser Kontakt in Bayern hat geschrieben, dass ihm das Besorgen der Dokumente zu mühsam sei, er verkauft an jemanden in Deutschland. 

Katastrophe! Wir sind voll Vorfreude, haben schon Material eingekauft und dann stehen wir ohne Völker da. 

Auch die Angebote auf den österreichischen Imkerseiten sind trotz hoher Preise schon weg, scheinbar will ganz Österreich Bienenvölker kaufen. 

Zurzeit kein Plan B in Sicht. 

07. März 2017

Ein Hobbyimker aus Bayern kann uns 7 Carnica-Völker verkaufen! Wir starten also nicht mit 1-2 Ablegern in die Imkerei, sondern mit mehr als einer Handvoll Völker, die hoffentlich gut durch den Winter gekommen sind. Das bedeutet, dass wir wahrscheinlich in diesem Jahr schon eigenen Honig ernten können!

Die Königinnen sind aus 2016, die Völker wurden gegen die Varroamilbe behandelt, klingt alles gut. Das Rähmchenmaß ist Deutsch Normalmaß, passt also mit dem von uns bestellten Material zusammen.

Jetzt müssen noch die Details (Kaufpreis, amtstierärztliches Gesundheitszeugnis und "Traces"-Dokument (welches bestätigt, dass die Völker nicht aus einer Amerikanische Faulbrut-Sperrzone stammen)) geregelt werden.

3./4. März 2017 - "Projekt Seedbomb"

Rasen ist für Bienen sehr unattraktiv und insbesondere im Frühjahr brauchen sie Blumen, die Pollen und Nektar liefern.

Daher greifen wir zu Guerilla-Methoden um den Bienen zu helfen! ;-)

Wir haben "Seedbombs" gebaut, Lehmkugeln mit Blumenerde und einer Samenmischung von Blumen, die eine besonders gute Bienenweide darstellen:

Dezember 2016 - wie alles begann...

Mitte Dezember 2016, während unserer Firmen-Weihnachtsfeier wurde im Team eine Diskussion um die Bedeutung von Bienen für das Ökosystem gestartet. Eigentlich müsste man aus Verantwortungsbewusstsein Bienen züchten!

Aus dem üblichen "eigentlich müsste man..." wurde ein Plan, ein Entschluss!

 

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